Gicht – eine schmerzhafte Erkrankung der Gelenke

Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, die bei dem Unterbleiben einer medizinischen Behandlung zu Schäden an den Gelenken und inneren Organen führen kann.

Ein erhöhter Harnsäurewert führt zur Bildung von Uratkristallen, die sich an den Gelenken ablagern. Dies kann einen schmerzhaften Gichtanfall auslösen.
Ein erhöhter Harnsäurewert führt zur Bildung von Uratkristallen, die sich an den Gelenken ablagern. Dies kann einen schmerzhaften Gichtanfall auslösen.

Ursache ist erhöhter Harnsäurewert
Verantwortlich für die mitunter heftigen Schmerzen sowie weiteren Komplikationen ist der erhöhte Harnsäurewert im Blut.

Plötzliches Auftreten eines aktuen Anfalls
Dieser führt zu einer Ausbildung von sogenannten Uratkristallen, welche sich an den Gelenken ablagern und zu Schmerzen bei einem akuten Anfall führen.

Verformung der Gelenke als Folge
Auf Dauer kann dies zu Verformungen der Gelenke, Nierensteinen sowie –koliken führen und bei einer unterlassenen Behandlung chronisch verlaufen. Meist geht den spürbaren Symptomen jedoch eine lange asymptomatische Phase voraus, die einen akuten Anfall unerwartet erscheinen lässt. Auch zwischen den schmerzhaften Anfällen kann eine lange Zeit der ausbleibenden Symptome vorherrschen.

Weitere Informationen unter Formen & Ursachen.

Ernährung bei Gicht

Der regelmäßige Konsum von Alkohol lässt den Harnsäurewert ansteigen. Dadurch kann ein akuter Gichtanfall ausgelöst werden. gefunden auf: https://www.was-ist-gicht.de/
Der regelmäßige Konsum von Alkohol lässt den Harnsäurewert ansteigen. Dadurch kann ein akuter Gichtanfall ausgelöst werden.

Bei Gicht ist auf eine purinarme Ernährung zu achten, um die Werte der Harnsäure unter Kontrolle zu halten. So ist beispielsweise der Verzehr von Schalentieren und bestimmten Gemüsesorten genauso kontraproduktiv wie der häufige und regelmäßige Konsum von Alkohol.

Ernährungsumstellung kann Gichtanfall vorbeugen
Mittels einer Ernährungsumstellung kann einem Ausbruch eines akuten Gichtanfalls nicht nur vorgebeugt, sondern bei frühzeitiger Feststellung der Erkrankung auch in ihrem Verlauf abgeschwächt werden. Ganz allgemein sollte vermehrt Vitamin C in Verbindung mit Folsäure aufgenommen werden, da dies einem hohen Purinwert im Blut entgegenwirkt.

Weitere Informationen unter Ernährung bei Gicht.

Viel Flüssigkeit ist wichtig
Eine hohe Zufuhr von Flüssigkeit ist zudem von Nutzen, da die Harnsäure so ausgeglichen beziehungsweise leichter aus dem Körper abtransportiert wird. In diesem Fall ist jedoch auf den Konsum von besonders zucker- und säurehaltigen Getränken wie beispielsweise Cola zu verzichten. Tee, Kaffee und Kakao können hingegen trotz der enthaltenen Purine bedenkenlos verzehrt werden, da diese vom Körper nicht aufgenommen werden können.

Diät bei Gicht

Da Gicht mitunter auch als Wohlstandskrankheit bezeichnet wird, die auf Übergewicht beruht, fühlen sich einige Betroffene versucht, durch strenge Fastenkuren und Diäten den Beschwerden entgegenzuwirken. Dies führt jedoch meist zum gegenteiligen Effekt und verstärkt die Symptome noch. Wird zudem auf Appetitzügler und entwässernde Medikamente zurückgegriffen, so werden die Werte der Harnsäure im Blut noch zusätzlich erhöht, was einen akuten Anfall auslösen kann.

Insgesamt ist daher eine moderate Diät mit langfristiger Umstellung der Ernährungs- und Lebensgewohnheiten unter ärztlicher Aufsicht empfehlenswerter.

Behandlung von Gicht

Die Behandlung von Gicht kann auf mehreren Wegen erfolgen. Einerseits kann der betroffene Patient eigenständig einige Maßnahmen durchführen, welche die Symptome lindern.

Ernährungsumstellung als langfristige Therapie
So sind eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten und der Verzicht auf Alkohol generell empfehlenswert.

Betroffene Gelenke kühlen und hochlagern
Kühlung und Hochlagerung der betroffenen Gelenke bei einem akuten Anfall lindern darüber hinaus die Schmerzen.

Medikamente zur Senkung des Harnsäurewerts
Der behandelnde Arzt kann außerdem noch Medikamente verschreiben, die den Harnsäurespiegel im Blut senken. Dies geschieht entweder, indem die Bildung von Harnsäure eingedämmt oder bereits vorhandene Urate vermehrt ausgeschieden werden können.

Medikamente gege Schmerzen
Akute Anfälle, welche von extremen Schmerzen begleitet sind, können zudem durch Präparate mit oder ohne Kortison behandelt werden.

Gicht alternativ behandeln

Schüssler Salze können die Linderung der Symptome bei Gicht unterstützen. gefunden auf: https://www.was-ist-gicht.de/
Schüssler Salze können die Linderung der Symptome bei Gicht unterstützen.

Darüber hinaus existieren diverse alternative Methoden, welche zum Einsatz kommen, wenn der Betroffene die Methoden der Schulmedizin ablehnt oder eine Unverträglichkeit bestimmter Substanzen vorliegt. An dieser Stelle kann beispielsweise auf Akupunktur zurückgegriffen werden, um die Schmerzen zu lindern. Zudem kann die Einnahme bestimmter Schüssler Salze die Auswirkungen der Gicht und ihren Verlauf bekämpfen.

Darüber hinaus kommen mitunter verschiedene homöopathische Mittel wie Belladonna zur Anwendung.

Nähere Informationen zum medizinischen Umgang mit Gicht unter Behandlung.

Normale Harnsäurewerte

Um den Wert der Harnsäure im Blut zu bestimmen, wird das Verhältnis in Milligramm pro Deziliter Blut gemessen. Allgemein lässt sich feststellen, dass Werte über 6,5 mg/dl als äußerst gefährlich zu werten sind. In diesen Fällen kann die Harnsäure nicht mehr ungehindert im Blut zirkulieren und es entstehen sogenannte Uratkristalle, die zu den bekannten Schmerzen und Komplikationen der Gicht führen.

Normalwerte variieren nach Alter und Geschlecht
Die eigentlichen Normalwerte für den Haushalt der Harnsäure unterscheiden sich jedoch je nach Alter und Geschlecht. Während bei Kindern das Fenster für normale Werte mit 1,9 bis 5,9 mg/dl angegeben wird, ist es bei Frauen mit 2,5 bis 5,9 mg/dl ähnlich definiert. Männer hingegen haben einen normalen Wert zu verzeichnen, wenn sich der Harnsäurespiegel zwischen 3,5 und 7,0 mg/dl bewegt.

450mg bis 800mg Harnsäure wird täglich ausgeschieden
Somit ist ersichtlich, dass eine gewisse Menge an Harnsäure im Blut durchaus als gesund zu werten ist. Bei einer normalen Lebens- und Ernährungsweise werden täglich 450 bis 800 mg über den Urin ausgeschieden, wodurch sich das Gleichgewicht im Körper von selbst herstellt. Harnsäurewerte, die als krank zu werten sind, können bereits vor dem ersten akuten Anfall, also während der asymptomatischen Phase festgestellt werden. Daher kann bei einer regelmäßigen Kontrolle den schmerzhaften Auswirkungen der Stoffwechselerkrankungen vorgebeugt werden. Bei einem akuten Anfall sind die Werte der Harnsäure im Blut mitunter als normal zu bezeichnen, jedoch sind sie im Allgemeinen erhöht, was zu der Bezeichnung Hyperurikämie führte (Hyper- = “Zu viel”, -urie- = “Harnsäure”, -amie = “im Blut”).